Mini Kreissäge

Motivation


Da mein Leiterplattenfertiger mir keinen geschnittenen oder vorperforierten Nutzen mehr liefern wollte, aber es aufgrund des günstigen Preises dennoch keine wirkliche Alternative gibt, musste eine Platinensäge her. Hierzu schaute ich mich im Internet um und erforschte, was der Markt da so hergibt. Die meisten Sägen entsprachen nicht meinen mechanischen Vorstellung, also sie waren zu klapprig oder zu groß. Andere Sägen waren mir einfach zu teuer. Dadurch war wieder die Idee geboren, selber eine Säge zu bauen.

Zuerst wollte ich einen Sägetisch bauen, in den ich meinen Dremel einspannen kann. Dabei stieß ich schnell auf geometrische Probleme und ich fand einen günstigen passenden Motor bei Pollin den ich als Antrieb verwenden konnte.

Nach einen Wochenende des CAD-Konstruierens entstand eine Säge, die aus Aluminium und Messing gefertigt werden sollte und auf die genau eine Eurokarte (160x100mm) draufpasst. Durch einen verstellbaren Messinganschlag kann diese sauber geführt werden. Ein in den Tisch eingelassenes Stahllineal erlaubt eine millimetergenaue Einstellung der Sägebreite.

Als Sägeblätter können die von Proxxon (D=50mm, d=10mm) verwendet werden.



Hintergrund


Als Sägeblatt zum Platinensägen sollte ein Diamantsägeblatt verwendet werden. Dieses ist für eine Drehzahl bis ca. 5000Upm zugelassen. Der Motor dreht bei 12V Versorgungsspannung auf ca. 10000Upm. Deshalb besitzt die Säge eine Untersetzung mittels Riementrieb von 1/2. So wird das Säbeblatt nicht „überlastet“ und das Drehmoment gesteigert.


Da die Stäube beim Sägen von Platinen nicht unbedingt lungenfreundlich sind, besitzt die Säge eine Staubabsaugung. Hierzu sitzt ein 3D-gedruckter „Siffon“ unter dem Sägeblatt, der ein Schlauchanschluss hat, an dem ein Staubsauger angeschlossen werden kann. Das zugehörige Druckteil ist weiter unten bei den Downloads zu finden.


Nach einigen Monaten der Verwendung stellte sich heraus, dass es wünschenswert ist, wenn die Säge für feinere Schnitte oder zum Rundschleifen von Kanten nicht so brachial ist und in der Drehzahl geregelt werden kann. Dazu integrierte ich eine Drehzahlsteuerung in die Maschine, die ein Freund für eines seiner Projekte entwickelt hatte (Danke Sören!). Das Schöne hierbei ist, dass diese Steuerung einen Sanftanlauf für den Motor, sowie eine Temperatur- und Stromüberwachung besitzt. Sollte der Motor zu heiss werden, oder das Sägeblatt verklemmen, wird der Motor abgeschaltet. Über LED‘s wird dem Bediener der Status optisch vermittelt.


Schaltung


Zur Drehzahlsteuerung des Motors wird ein kleiner 8bit Microcontroller verwendet. Dieser erzeugt eine PWM (Pulsweitenmodulation). Über einige sehr schnell schaltende Treibertransistoren (T1-T4) wird eine High-Side Mosfetschaltung angesteuert. Über einen Shunt wird dort zusätzlich noch der Strom gemessen. Die dabei abfallende Spannung wird vom A/D-Wandler des Microcontrollers für die Stromüberwachung ausgewertet. Ebenfalls über den Analog-Digital Wandler wird ein NTC-Widerstand zu Temperaturüberwachung ausgewertet.





Nachbau



- Coming soon -



Bilder